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„Trash the Dress“ – nur für Mutige?

„Trash the Dress“ – nur für Mutige?

John Michael Cooper war’s. Der hat den „Trash the Dress“ Trend erst so richtig ins Rollen gebracht. Sein Ziel war eigentlich nur die etwas andere Art der (Hochzeits-) Fotografie.
Also schickte er eine Dame samt Brautkleid à la Ophelia ins Wasser, das Kleid der nächsten zündete er einfach an. Ja, ihr habt richtig gelesen. Er hat es in Brand gesetzt.
Ganz schön mutig so was (aber dazu später mehr). Solch spektakuläre Bilder haben natürlich enorme Aufmerksamkeit erregt und der „Trash the Dress“ Trend war geboren.
Cooper aber findet’s mittlerweile langweilig und schickt die beiden Damen auf seiner Website offiziell in „Rente“. Die Bilder gibt es nur noch auf Anfrage und in begrenzter Auflage.
Ab Ende Februar wird es die Bilder der Damen dann gar nicht mehr geben- weder online noch sonst irgendwie käuflich zu erwerben.

1A Marketingstrategie würde ich sagen. Cooper zufolge sollen die beiden aber Platz machen für neue Trends und Fotografen dazu anspornen, sich Neues zu trauen. Klingt gut finde ich und widme diesen Artikel dem Trend der in den USA schon weit verbreitet ist und bei uns gerade erst richtig anfängt, denn: es gehört eine gehörige Portion Mut dazu, das Hochzeitskleid zu zerstören.
Immer wieder findet man im Internet auch „Trash the Dress“ Bilder von Bräuten die vor dem Altar stehengelassen wurden oder nach einer Scheidung beschließen das Kleid genau wie die Erinnerungen auszumerzen.
Relativ nachvollziehbar und sicher eine sehr gute Methode um Frust und Enttäuschung loszuwerden. Was aber bewegt Bräute, die in diesem Kleid ihren schönsten Tag erlebt haben (und bei denen keine Scheidung ansteht) dazu ihr Kleid zu zerstören? Gute Frage.
Einfache Antwort: es macht unglaublich viel Spaß. Hat man sich erst einmal überwunden das Kleid (welches –machen wir uns nichts vor- nach einer Hochzeitsfeier sowieso in die Reinigung muss, bevor man es in den Schrank hängen kann) so richtig schön dreckig zu machen kann man sich ganz auf den Spaßfaktor konzentrieren. Wenn man dann noch den zugehörigen Gatten integriert gibt das garantiert 1A Bilder.

Aber: es gehört natürlich eine Portion Mut und Überwindung dazu. Sicher habt ihr auch schon zahlreiche „Trash the Dress“ Bilder gesehen die im Wasser (Ophelia lässt wieder grüßen) endeten. Spektakuläre Aufnahmen kann ich Euch sagen. Wer nicht die Möglichkeit hat für tolle Unterwasseraufnahmen in einen Pool zu hüpfen, kann immer noch in einen See oder (falls vorhanden) das Meer springen. Habt ihr auch nicht um die Ecke?
Kein Problem: Pfützen tun es auch. Das macht sogar richtig viel Spaß, denn, wann ist man schon das letzte Mal so richtig in eine Pfütze gesprungen (ohne Angst zu haben sich dreckig zu machen und Ärger mit Mama zu bekommen)?
Genau, ziemlich lange her. Bei „Trash the Dress“ Shootings ist das aber erlaubt. Wenn ihr wollt könnt ihr auch direkt Euren Gatten in die Pfütze schmeißen- nur für ein witziges Foto versteht sich.

Wem Wasser und Matsch irgendwie zu wenig ist, der kann sich an amerikanischem Vorbild orientieren und Farbe zum Einsatz bringen. Ja, so richtig schön viel bunte Farbe. Oder die abgemilderte Form à la Holi Festival. Gibt auch tolle Bilder.
Wem das alles zu nichtssagend ist, sollte darüber nachdenken seine Hobbies zu integrieren. Mit dem Kleid über die Felder galoppieren, Fußball spielen, Surfen, Stand-up-Paddle oder Ski fahren zum Beispiel. Oder ihr schraubt in Eurer Festgarderobe ein bisschen an Eurem Oldtimer herum. Anschließend kann man ja immer noch in die nächste Pfütze (oder das Meer) springen.

Alles ungefährlicher als das Kleid in Brand zu stecken aber viel lustiger als es einfach nur in den Schrank zu hängen.
Weiterer Vorteil: anders als das „normale“ Shooting lässt sich so ein Termin auch nach der Hochzeit arrangieren. Ihr werdet viel entspannter sein und könnt viel mehr Spaß am Shooting haben. Auch weil ihr nicht darauf achten müsst Euch nicht dreckig zu machen.
Und seien wir mal ehrlich, niemand hat gesagt das es nicht auch normale Hochzeitsbilder geben darf. Aber dann steht auf dem Kamin eben auch noch eins von Eurem Action Shoot.
Und zu erzählen gibt es sicher auch jede Menge.
Also: Traut Euch!

Heiratet doch einfach entspannt